Was kostet der Bau eines Kampfroboters? Ein Antweight-Budget Posten für Posten (2026)
Budget für einen Antweight-Kampfroboter Posten für Posten: Motoren, Fahrtenregler, Empfänger, Akku und 3D-Druck. Ein Schieber kostet rund 40 €, ein Spinner ab 82 €.

Kurze Antwort: Ein einfacher Antweight-Roboter (bis 150 g) ohne aktive Waffe kostet 40–45 € an Bauteilen. Mit einer rotierenden Waffe rechne mit 82–103 €. Dazu kaufst du einmalig einen Sender (rund 54 €) und eine Ladeausrüstung (rund 12 €) – beides dient allen Robotern, die du danach baust. Die Preise stammen aus unserem Shop, Stand September 2026; abgerechnet wird in tschechischen Kronen, 1000 CZK entsprechen etwa 41 €.
Was ein Kampfroboter braucht
Bevor wir zusammenrechnen, ein Blick darauf, woraus ein Antweight-Roboter besteht. Jede Zeile im Budget gehört zu einer Funktion:
- Antrieb – zwei Getriebemotoren und Räder. Der Antweight-Standard ist der N20-Motor oder der kleinere und kräftigere N10.
- Steuerung – ein Empfänger, der auf den Sender hört, und ein elektronischer Fahrtenregler (ESC), der den Motoren entsprechend Strom zuteilt.
- Energie – ein 2S-LiPo-Akku, ein von außen erreichbarer Schalter und Verkabelung mit Steckern.
- Körper – meist 3D-gedruckt aus PETG oder PLA; bei fortgeschrittenen Maschinen TPU oder Aluminium.
- Waffe – optional: ein Keil, ein servogetriebener Lifter oder ein Spinner mit bürstenlosem Motor.
- Sender – einer für alle deine Roboter.
Wie diese Teile miteinander sprechen, erklärt die Anleitung Wie ein Kampfroboter funktioniert.
Budget für einen einfachen Antweight-Roboter
Das ist der Aufbau, mit dem die meisten bei unseren Workshops anfangen: ein Roboter mit zwei Motoren und einem Keil, ohne aktive Waffe. Er entspricht den Regeln, lässt sich an einem Wochenende bauen und hat in der Arena nichts zu verlieren.
| Posten | Menge | Preis | Hinweis |
|---|---|---|---|
| DC-Motor N20 mit Getriebe | 2 | 8 € | 4 € pro Stück; der N10 für 7,80 € ist kleiner und kräftiger |
| Doppel-Fahrtenregler 5 A | 1 | 8,20 € | treibt beide Motoren an, unterstützt Bremsen |
| Empfänger Flysky FS2A | 1 | 10,30 € | 4 Kanäle, Failsafe wie von Regel 5.1 verlangt |
| Räder für N20 | 2 Packungen | 2,10 € | vier Räder; ein Zweiradantrieb braucht eine Packung für rund 1 € |
| Schiebeschalter SS12F15VG4 | 1 | 0,40 € | von außen erreichbarer Schalter (Regel 5.2) |
| JST-PH-2.0-Stecker + Silikonkabel | – | 1,30 € | 5 Steckerpaare 0,75 €, Kabel 26 AWG 0,25 € |
| Schrauben, Gewindeeinsätze, Motorhalter | – | 2,50 € | Halter N10/N20 rund 0,80 €, Einsätze 0,35–0,50 € je 5 Stück |
| 2S-LiPo-Akku 300–450 mAh | 1 | 6–10 € | nicht in unserem Shop; jeder RC-Fachhandel |
| Filament für den Körper (40–60 g PETG) | – | 1,20 € | zu Hause, in der Schule oder per Druckservice |
| Summe | ≈ 40–45 € | ohne Sender und Ladeausrüstung |
Ein paar Anmerkungen zur Auswahl:
- N20 vs. N10. Der N20 ist günstiger und robuster; der N10 spart Platz und Gewicht, das du in Panzerung oder Waffe stecken kannst. Für einen ersten Roboter empfehlen wir den N20 mit 600–1000 U/min – eine schnellere Übersetzung ist schwerer zu fahren.
- Fahrtenregler. Der Doppel-ESC mit 5 A verkraftet beide Antriebsmotoren und die kurzen Überlasten beim Schieben des Gegners. Einkanalige 3-A-Regler für rund 4 € ergeben nur bei speziellen Aufbauten Sinn.
- Malenki Nano HV. Ein Empfänger und Doppel-ESC in einem Modul für rund 35 € ersetzt die Posten 2 und 3 (zusammen rund 18 €). Er kostet 17 € mehr, spart aber vier Kabel und Platz im Chassis – lohnend bei Robotern, bei denen jedes Gramm zählt.
Einmalige Ausrüstung: Sender und Laden
Diese Dinge kaufst du einmal und nutzt sie für jeden Roboter, den du je baust:
- Fernsteuerung Flysky FS-i6 – rund 54 €. Sechs Kanäle, Speicher für 20 Modelle, koppelt mit FS2A-Empfängern.
- Ladegerät für 2S-LiPo-Akkus – rund 3,30 €.
- LiPo-Akkutester – rund 2,80 €. Zeigt die Spannung jeder Zelle, sodass du einen leeren oder beschädigten Akku erkennst, bevor der Roboter mitten im Kampf ausfällt.
- LiPo-Sicherheitstasche – rund 6,10 €. Regel 3.3 der CCRL-Regeln verlangt beaufsichtigtes Laden neben einem feuerfesten Behälter; ohne Tasche darfst du bei einem Turnier nicht laden.
Zusammen rund 66 €. Das Eintrittsticket für einen ersten Roboter inklusive Fernsteuerung und Ladeausrüstung liegt damit bei 103–111 €; der zweite Roboter kostet nur noch die rund 40 €.
Was eine Waffe kostet
Spinner

Der Spinner ist der spektakulärste und teuerste Weg. Du brauchst einen schnellen bürstenlosen Motor, einen Fahrtenregler für bürstenlose Motoren und die Klinge oder Scheibe selbst:
- Brushless-Motor 1806 2400 KV – rund 10,30 €
- Fahrtenregler für bürstenlose Motoren 20 A – rund 8,20 € (für schwerere Scheiben der AM32 40 A für rund 14,40 €)
- Klinge 48 mm – rund 9 €, Klinge 60 mm – rund 10,30 €; Scheibe 48 mm – rund 14,40 €, Scheibe 60 mm – rund 16,40 €
- Aluminium-Sicherungsmutter M5 – rund 0,60 € (CW oder CCW je nach Drehrichtung)
Das sind 28–42 € extra. Ein Spinner-Roboter landet damit bei 70–86 €, und mit Reserve für dickere Wände und eine Ersatzklinge planst du 82–103 € ein. Wie du einen Spinner konstruierst und auswuchtest, steht auf der Seite Spinner.
Flipper, Lifter und Greifer
Hebende und greifende Waffen werden von Servos angetrieben und sind um eine Größenordnung günstiger:
- Servo SG90 mit Kunststoffgetriebe – rund 2,40 €, für leichte Klappen und Klauen
- Servo MG90S mit Metallgetriebe – rund 3,30 €, übersteht Treffer und Hebeln
- Kräftiges PTK-Servo für 8,4 V – rund 11,10 €, läuft direkt am 2S-Akku ohne Regler
SG90 und MG90S brauchen 5 V, also kommt noch ein einstellbarer BEC für rund 1,20 € dazu. Macht 4–12 € obendrauf. Die Vor- und Nachteile jeder Waffe vergleicht die Seite Waffentypen.
Wo sich Sparen lohnt – und wo nicht
Lohnt sich
- Körper. PETG oder PLA aus einem gewöhnlichen Drucker reicht. Erste Roboter brauchen kein TPU und kein Aluminium – steck das Gewicht lieber in dickere Wände rund um die Elektronik.
- Waffe. Ein Keil oder Schieber ohne bewegliche Teile gewinnt überraschend oft. Die Waffe kommt in Version zwei, wenn du fahren kannst.
- Zahl der Räder. Ein Zweiradantrieb mit einer Gleitkufe hinten ist günstiger, leichter und dreht gut.
- Steuerung per Handy. Ein Board ESP32-C3 Super Mini für rund 4 € ersetzt Sender und Empfänger (Ersparnis rund 64 €). Wie das geht, zeigt die Anleitung Kampfroboter per Handy steuern. Super zum Üben und für einen ersten Aufbau; für Turniere empfehlen wir wegen Signalzuverlässigkeit und Failsafe eine normale 2,4-GHz-Fernsteuerung.
Lohnt sich nicht
- Ein Empfänger mit Failsafe. Ohne ihn bestehst du die technische Abnahme nicht. Billigen Empfängern vom Marktplatz fehlt er oft.
- Schalter und Stecker. Verdrillte Drähte und Klebeband sind der häufigste Grund, warum ein Roboter in der Arena plötzlich ausfällt. Ein JST-Stecker kostet 0,40 € für fünf.
- Ein Ersatzmotor. Ein zusätzlicher N20 für 4 € rettet dir den Tag, wenn im ersten Kampf eine Welle bricht.
Laufende Kosten über eine Saison
Sobald der Roboter läuft, zahlst du vor allem für Verschleiß: Motoren (4 €), Räder (0,40–1 € pro Packung), einen zweiten Akku, damit du dir zwischen den Kämpfen keine Sorgen um die Ladung machen musst, und etwas Filament für Ersatzteile. Für eine Saison mit ein paar Turnieren plane 20–41 € ein. Wir versenden in ganz Europa; die Preise für Deutschland, Österreich, Polen, die Slowakei und die übrige EU stehen auf der Seite Versand & Zahlung.
Beetleweight: eine Größenordnung mehr
Ein Beetleweight-Roboter darf 1,5 kg wiegen, nutzt Motoren ab 22 mm, 3S–4S-Akkus und Stahl oder Aluminium für die Waffe. Die Regeln begrenzen die Energie einer rotierenden Waffe auf 1 kJ, was für einen guten Spinner Motor und Fahrtenregler im dreistelligen Eurobereich bedeutet. Ein realistisches Budget sind 200–400 €, je nach Waffe. Beide Klassen vergleichen wir in Antweight oder Beetleweight, und die vollständigen Regeln stehen auf der Seite Beetleweight.
Der günstigste Einstieg: ein Workshop oder ein Ferienlager
Wenn du Bauteile nicht auf Verdacht kaufen willst, komm zu einem unserer Workshops – wir bauen in Prag, Brünn, Pilsen, České Budějovice und Karlsbad, und du nimmst den Roboter mit nach Hause. Preis und Inhalt des Bausatzes stehen bei jedem Termin. Für Kinder und Jugendliche veranstalten wir im Sommer ein Ferienlager in Pilsen.
Jedes Bauteil aus diesem Artikel liegt im Shop bereit und wird innerhalb von 1–2 Werktagen versendet.
Häufige Fragen
Kann man einen Kampfroboter für unter 40 € bauen?
Ja, wenn du Zugang zu einem 3D-Drucker hast und bereits einen Sender besitzt. Zwei N20-Motoren (8 €), ein Doppel-ESC mit 5 A (8 €), ein FS2A-Empfänger (10 €), Räder, Schalter, Stecker und ein Akku summieren sich auf etwa 39 €. Ohne eigenen Sender kommst du nicht unter diese Marke – die Fernsteuerung kaufst du aber nur einmal.
Brauche ich einen eigenen 3D-Drucker?
Nein. Ein Antweight-Körper wiegt 40–60 g, und eine Schule, Bibliothek, ein Makerspace oder ein Druckservice druckt ihn dir für ein paar Euro. Einstellungen und Tipps stehen in der Anleitung Wie man Teile druckt.
Kann ich einen Sender für mehrere Roboter nutzen?
Ja. Der Flysky FS-i6 speichert 20 Modelle; jeder Roboter bekommt seinen eigenen FS2A-Empfänger (10 €), und du wechselst am Sender einfach das Modell.
Lohnt sich der Malenki Nano statt getrenntem Empfänger und Fahrtenregler?
Wenn du um jedes Gramm und jeden Millimeter kämpfst, ja: Der Malenki Nano HV ist Empfänger und Doppel-ESC in einem Modul für rund 35 € und spart vier Kabel. Für den ersten Aufbau ist die Kombination FS2A + Doppel-ESC 5 A für rund 18 € günstiger.
Was kostet ein Beetleweight-Roboter?
Etwa 200–400 €: größere Motoren, stärkere Fahrtenregler, 3S–4S-Akkus und Metallteile für Waffe und Rahmen. Fang mit Antweight an – das meiste Wissen, das Werkzeug und der Sender lassen sich mitnehmen.
Welche Ersatzteile soll ich gleich mitbestellen?
Mindestens einen zusätzlichen N20-Motor (4 €), einen Satz Räder und ein paar JST-Stecker. Motoren und Räder gehen bei einem Turnier am häufigsten kaputt, und ohne Ersatz ist der Roboter nach dem ersten Kampf raus.








